Die "Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie" (GWG) hat sich für ein Verbot so genannter "Killerspiele" ausgesprochen. Die Medienkompetenz von Jugendlichen würde durch gewalthaltige Spiele nicht gefördert, vielmehr würden junge Menschen durch das Spielen solcher Titel ihr Mitgefühl verlieren. Entsprechende Studien zitiert die GWG jedoch nicht.
In einer Pressemitteilung nimmt der nach eigenen Angaben mit über 4.000 Mitgliedern größte Fachverband für Psychotherapie in Europa die Vorweihnachtszeit zum Anlass, Eltern "keine Killerspiele zu Weihnachten" zu empfehlen. Gleichzeitig fordert die GWG aber auch, "gewaltverherrlichende Spiele gesetzlich zu verbieten, damit der Grundkonsens einer humanen Gesellschaft erhalten bleibt". Das ist jedoch unnötig: Laut Paragraf 131 Strafgesetzbuch sind bereits Medien verboten, die eine "Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten" ausdrücken - auch deren Herstellung.
In ihrer Definition eines "Killerspiels" beruft sich die GWG auf eine Drucksache des Bundesrats, bei der es sich um den Gesetzentwurf aus Bayern vom Februar 2007 handelt (PDF). Die GwG zitiert daraus, es gehe um "Spielprogramme die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten solcher Art ermöglichen." Eine weitere Einschränkung des Begriffs von "gewaltverherrlichenden" oder "Killerspielen" nimmt die GWG nicht vor. Vielmehr liefert sie eine Liste von Gewalthandlungen, die Inhalt von Spielen sein können, bei denen die Eltern hellhörig werden sollen. Diese Aufzählung reicht von Bedrohung bis zum Abtrennen von Gliedmaßen - zumindest für Letzteres kaum ein Spiel bekannt, bei dem ein solches Spiel in Deutschland eine Freigabe unter 18 Jahren erhalten hätte.
Ungeachtet der Tatsache, wie Jugendliche an solche Titel kommen, sind "Killerspiele wie Landminen für die Seele", so Elke Ostbomk-Fischer, Hochschuldozentin und GwG-Mitglied. Herstellung und Verbreitung sollten daher strafbar sein: "Die Medienverwahrlosung junger Menschen hat in den vergangenen Jahren ein derart erschreckendes Ausmaß erreicht, dass die politisch Verantwortlichen umgehend handeln müssen, bevor eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen vom Strudel der Gewalt mitgezogen wird."
Als Beleg für die Schädlichkeit von gewalthaltigen Computerspielen führt die GWG keine wissenschaftlichen Studien an, sondern die " Erfahrungen vieler Fachkräfte der GwG aus psychotherapeutischen Beratungsstellen und schulpsychologischen Diensten". Eine immer wieder geforderte "Medienkompetenz" will die Gesellschaft durch Spiele nicht gebildet sehen, vielmehr sei der Begriff von "Spieleherstellern vereinnahmt". Zudem gebe es Wissenschaftler, welche der Computerindustrie nahestünden und daher Argumente pro Computerspiel liefern würden.
Woher die gewalthaltigen Spiele kommen, weiß die GwG auch genau: "Solche Spiele wurden ursprünglich für das US-amerikanische Militär als Kriegssimulationen entwickelt. Sie haben den Zweck, bei Soldaten die Tötungshemmung abzubauen und ihre 'Killer-Effizienz' zu erhöhen." Dass es für alle Spiele in Deutschland eine rechtsverbindliche Einstufung nach Altersklassen gibt, erwähnt die GwG mit keinem Wort.
Die Entwickler von Valve sind wieder voll in ihrem Element, sie spielen ihr Lieblingsspiel, Releasedates verschieben. Ursprünglich für Juli angekündigt, hat Pressesprecher Doug Lombardi nun eine neue Frist gesetzt. Doch dabei haben bereits gestern einige die Gelegenheit genutzt, die Steam Community selbst auszuprobieren: Mit einem bestimmten Parameter konnte die Beta für einige Stunden freigeschaltet werden.
Die webbasierenden Elemente (Profile und Statistik) der Steam Community waren zwar noch nicht verfügbar, allerdings hat der Client selbst auch viele nützliche neue Features hinzugefügt bekommen. Doch vorher nochmal zum Releasedate. Über die englische Website Shacknews.com lässt Doug Lombardi ausrichten, dass die Steam Community Beta "innerhalb einer Woche" starten wird.
Man kann Verknüpfungen von Nicht-Steam-Games in die Spieleliste hinzufügen und damit alle seine Spiele (theoretisch auch Programme) über Steam starten.
Eine neue Option erlaubt es, die Sprache individuell für das einzelne Spiel anzupassen. So kann man beispielsweise Counter-Strike auf Englisch und Half-Life 2 auf Deutsch spielen.
In Friends wird angezeigt, wie lange es her ist, seit der User das letzte mal online war.
Im Friends-Chat kann man sich nun auch gegenseitig "anrufen" und mit Mikrofon chatten. Außerdem ist es möglich, andere Freunde in den Chat einzuladen und sich so mit mehr als zwei gleichzeitig unterhalten.
Funktionell relativ irrelevant, trotzdem schön anzusehen: Steam bekam einen Überblendeffekt (Fade) spendiert.
Außerdem wurden die Steam-Optionen erweitert, Voice- und Mikrofoneinstellungen können nun außerhalb der Spiele getätigt werden, außerdem wanderte die Nickname-Funktion von Friends in die Optionen. Bei In-Game legt der Spieler fest, mit welcher Tastenkombination (Standard: Shift + Tab) das Steam-Overlay während dem Spielen aufgerufen wird. Valve hat also ziemlich genau das eingehalten was sie versprochen haben & noch einige nützliche Funktionen mehr. Jetzt heißt es nur noch auf die Veröffentlichung warten.
Quelle:
www.hlportal.de
Releasedate für Steam Community bekannt
Geschrieben von RedWings|LuckersOnTour
21.06.2007
Auf der Showdown LAN vor ein paar Tagen stellte Valve-Boss Gabe Newell erstmals konkret die neue Steam Community vor.Heute gibt es dazu auch eine offizielle Meldung von Valves Pressesprecher Doug Lombardi. Darin zählt er nicht nur die neuen Features auf, sondern nennt auch ein mehr oder weniger konkretes Releasedate für das große Steam-Update.
Anfang Juli, also bereits in etwa zwei Wochen wird die Steam Community als kostenloses Update für alle Steam-User veröffentlicht. Wie der Name "Steam Community" bereits vermuten lässt, soll das "Major Update" die Spieler stärker verbinden. Die Features im Überblick:
Steam-Nutzer können
ihre eigenen Steam-Seiten und Profile erstellen
Gruppen gründen oder beitreten
sich mit Freunden zum Spielen verabreden
hinterher nachsehen mit wem sie gespielt haben und wie gut dabei jeder war
in den Gruppen chatten, sowohl mit Tastatur als auch mit Mikrofon
und vieles mehr...
Die neuen Features gelten sowohl für alle bisherigen als auch für neue Valve- aber auch Third Party-Games. Die Spielerprofile werden auch direkt im Webbrowser abrufbar sein. Wieso Valve das alles einbaut? Ganz einfach, die Spieler wollten es, meint Gabe Newell. Und meint dann auch gleich, dass das erst der Beginn wäre. Valve hätte noch eine lange Liste an Features die sie ebenfalls in Steam integrieren möchte, und die es vor allem einfacher machen sollen, über Steam zu spielen. Für Doug Lombardi stellt dieses Update das größte in der Geschichte von Steam dar, seit die Plattform im März 2004 offiziell eingeführt wurde.